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KI Readiness Check

Wie bereit ist Ihr Unternehmen für den produktiven Einsatz von KI?

15 Fragen in fünf Bereichen. Sofortige Einordnung zu Strategie, Umsetzung, Daten, Governance und Kompetenzen – ohne Registrierung.

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Strategie

Strategie & Geschäftsnutzen

Prüft, ob KI an einem priorisierten Geschäftsziel ausgerichtet ist und die nötige Unterstützung erhält.

1

Gibt es einen priorisierten KI-Anwendungsfall mit einem klaren Geschäftsziel?

Ein belastbarer Startpunkt verbindet ein konkretes Problem mit einem Ergebnis, das für das Unternehmen relevant ist.

2

Sind Erfolgskriterien und wirtschaftlicher Nutzen für KI-Vorhaben messbar definiert?

Ohne Ausgangswert und Zielkennzahlen lässt sich nach einem Pilot kaum belastbar entscheiden, ob sich eine Skalierung lohnt.

3

Sind Führungssponsoring, Budget und Arbeitszeit für die nächsten KI-Schritte verbindlich zugesagt?

KI-Vorhaben brauchen ein klares Mandat und echte Kapazität, damit sie nicht neben dem Tagesgeschäft stecken bleiben.

Was ist ein KI Readiness Check?

Ein KI Readiness Check ist eine strukturierte Standortbestimmung für Unternehmen, die künstliche Intelligenz nicht nur ausprobieren, sondern sinnvoll und sicher einsetzen möchten. Der Selbsttest zeigt, ob ein konkreter Geschäftsnutzen, geeignete Prozesse, belastbare Daten, eine anschlussfähige IT und klare Verantwortlichkeiten vorhanden sind. Das Ergebnis ersetzt keine ausführliche Beratung, liefert aber eine nachvollziehbare erste Orientierung: Wo steht Ihr Unternehmen heute, welche Lücken bremsen die Umsetzung und welcher nächste Schritt ist realistisch?

Für welche Unternehmen ist der Selbsttest geeignet?

Der kostenlose Selbsttest richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, größere Organisationen sowie einzelne Geschäftsbereiche, die KI-Projekte planen oder bestehende Piloten bewerten möchten. Er ist besonders hilfreich für Geschäftsführung, Digitalverantwortliche, Fachbereiche, IT, Datenschutz und Informationssicherheit. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Auch Unternehmen, die bisher nur einzelne KI-Tools nutzen, erhalten eine brauchbare Einordnung. Am aussagekräftigsten wird das Ergebnis, wenn mehrere beteiligte Rollen ihre Einschätzung vergleichen und unterschiedliche Sichtweisen anschließend gemeinsam besprechen.

Was wird beim KI Readiness Check bewertet?

Der Check umfasst 15 Fragen in fünf gleich gewichteten Bereichen. Bewertet werden nicht bestimmte Anbieter oder einzelne Tools, sondern die Voraussetzungen für einen produktiven und verantwortbaren KI-Einsatz:

  • Strategie und Geschäftsnutzen: priorisierte Anwendungsfälle, messbare Ziele, Führungssponsoring, Budget und verfügbare Arbeitszeit.

  • Umsetzung und Organisation: heutiger KI-Einsatz, standardisierte Prozesse, klare Owner sowie der Weg vom Pilot in den Regelbetrieb.

  • Daten und Technologie: verfügbare Daten, Datenqualität, Verantwortlichkeiten, Nutzungsrechte, Schnittstellen und eine sichere IT-Architektur.

  • Governance und Betrieb: KI-Inventar, Datenschutz, Informationssicherheit, EU AI Act, Toolfreigaben, Monitoring und menschliche Kontrolle.

  • Kompetenzen und Zusammenarbeit: rollenbezogene Schulungen, Einbindung betroffener Mitarbeitender und verlässliche bereichsübergreifende Entscheidungen.

Die Bereichswerte machen sichtbar, ob ein schwächerer Teilbereich den nächsten Umsetzungsschritt gefährdet. Ein hoher Gesamtwert allein genügt nicht, wenn beispielsweise Datenrechte oder betriebliche Verantwortung ungeklärt bleiben.

Unterschied zwischen KI-Readiness und KI-Reifegrad

KI-Readiness beschreibt vor allem die Bereitschaft für den nächsten sinnvollen Schritt: Kann ein Unternehmen einen sicheren Pilot starten oder einen erfolgreichen Anwendungsfall skalieren? Der KI-Reifegrad betrachtet breiter, wie systematisch und erfahren KI bereits in Strategie, Prozessen, Technologie und Organisation verankert ist. Ein Unternehmen kann deshalb für einen klar begrenzten Pilot bereit sein, obwohl sein allgemeiner KI-Reifegrad noch niedrig ist. Umgekehrt bedeutet viel Tool-Erfahrung nicht automatisch, dass Governance, Datenqualität und Betrieb für eine Skalierung ausreichen. Dieser Check verbindet beide Perspektiven, ohne eine wissenschaftliche Reifegradanalyse vorzutäuschen.

So interpretieren Sie die drei Ergebnisphasen

Das Ergebnis wird auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt. Für eine belastbare Interpretation sollten alle 15 Fragen beantwortet sein:

  • Phase 1 – Grundlagen schaffen (0–38 Punkte): Ein konkreter Anwendungsfall, Datenzugriff, Verantwortlichkeiten oder sichere Nutzungsregeln fehlen noch. Priorisieren Sie die größten Lücken und entwickeln Sie daraus eine kurze KI-Roadmap.

  • Phase 2 – Pilotbereit (39–71 Punkte): Eine tragfähige Basis ist vorhanden. Starten Sie einen klar abgegrenzten Pilot mit messbaren Zielen, benanntem Owner, definierten Daten und einem passenden Sicherheitsrahmen.

  • Phase 3 – Skalierungsbereit (72–100 Punkte): Mehrere Voraussetzungen sind gut entwickelt. Prüfen Sie nun besonders Monitoring, menschliche Kontrolle, Übergabe in den Betrieb und den nachweisbaren Geschäftsnutzen vor einer breiteren Skalierung.

Der Gesamtwert ist ein Gesprächsstart, kein Freigabestempel. Betrachten Sie zusätzlich die fünf Bereichswerte: Der niedrigste Bereich zeigt häufig den sinnvollsten nächsten Verbesserungshebel.

Methodik des KI Readiness Checks

Jede Frage bietet drei Antwortstufen mit 0, 50 oder 100 Punkten. Innerhalb eines Bereichs wird der Durchschnitt der drei Fragen berechnet; der Gesamtwert ist der Durchschnitt der fünf gleich gewichteten Bereiche. Noch unbeantwortete Fragen zählen vorübergehend mit 0 Punkten, deshalb verändert sich die Einordnung während der Bearbeitung. Die Methodik ist bewusst transparent und handlungsorientiert. Sie basiert auf typischen Erfolgsfaktoren produktiver KI-Vorhaben, ist jedoch weder ein Audit noch eine Zertifizierung und sollte bei risikoreichen Anwendungen durch eine fachliche, rechtliche und technische Prüfung ergänzt werden.

Datenschutz & Methodik

Häufige Fragen zum KI Readiness Check

So funktioniert die Auswertung – und das sollten Sie bei Datenschutz, EU AI Act und Interpretation beachten.

Werden meine Antworten gespeichert oder personenbezogene Daten abgefragt?

Nein. Der Selbsttest fragt weder Namen noch E-Mail-Adresse ab. Ihre ausgewählten Antworten und die Berechnung des Ergebnisses bleiben während der Nutzung im Browser und werden nicht als Assessment-Datensatz an uns übertragen oder gespeichert. Für den normalen Aufruf der Website gelten die Hinweise der Datenschutzerklärung, etwa zu technisch erforderlichen Zugriffsdaten und Ihren Cookie-Einstellungen.

Wie wird der KI-Readiness-Score berechnet?

Die 15 Fragen sind auf fünf gleich gewichtete Bereiche verteilt. Pro Antwort werden 0, 50 oder 100 Punkte vergeben. Aus den drei Fragen eines Bereichs entsteht ein Bereichswert; der Mittelwert aller fünf Bereiche ergibt den Gesamtwert. Unbeantwortete Fragen zählen bis zur Auswahl mit 0 Punkten. Interpretieren Sie das Ergebnis deshalb erst abschließend, wenn 15 von 15 Fragen beantwortet sind.

Ist der KI Readiness Check ein EU-AI-Act- oder Datenschutz-Audit?

Nein. Governance, Datenschutz, Informationssicherheit und EU AI Act sind wichtige Bestandteile der Bewertung, der Selbsttest ersetzt aber keine rechtliche Beratung, Risikoklassifizierung, Datenschutz-Folgenabschätzung oder technische Sicherheitsprüfung. Er zeigt, an welchen Stellen eine vertiefte Prüfung wahrscheinlich notwendig ist.

Wie lange dauert der kostenlose Selbsttest?

In der Regel benötigen Sie etwa vier bis sechs Minuten. Wenn die Antworten im Team diskutiert werden, dauert es länger, liefert dafür aber oft ein realistischeres Bild der tatsächlichen KI-Readiness.

Was sollte ich nach einem niedrigen oder uneinheitlichen Ergebnis tun?

Beginnen Sie nicht automatisch mit neuer Technologie. Wählen Sie den schwächsten Bereich und klären Sie dort den kleinsten konkreten nächsten Schritt – zum Beispiel einen priorisierten Anwendungsfall, Datenzugriff, einen verantwortlichen Owner oder verbindliche Regeln für sichere KI-Nutzung. Wiederholen Sie den Check nach den ersten Verbesserungen und vergleichen Sie die Bereichswerte.

Portrait of Nils Abegg

Geschrieben von

Nils

Nils Abegg ist Entwickler mit über 15 Jahren Erfahrung, davon rund zehn Jahre im E-Commerce. Seit 2023 beschäftigt er sich intensiv mit agentischer KI und entwickelt mit Begeisterung praxisnahe KI-Lösungen für den Mittelstand.